Wenn der Motor hustet, bekommt der Schrauber Schnappatmung ...
Außenstehende glauben ja oft, Motorsport besteht aus ein paar schnellen Runden, Auto waschen, verladen und anschließendem Grillen mit ausreichender flüssiger Nahrungsaufnahme. Wer selbst einmal dabei war, weiß: Das eigentliche Rennen beginnt erst, wenn der Motor verstummt.
Denn irgendwo wartet garantiert schon die nächste Baustelle. Hat man das Fahrwerk endlich nach schrillen „Mimimiiiiii“ der Fahrer-Zicke perfekt abgestimmt, meldet sich das Getriebe mit einem lauten: „Ich hätte da übrigens auch noch mal ein Problem.“ Ist das erledigt, fängt die Bremse an zu moppern, danach möchte der Motor mitreden und spätestens dann findet irgendjemand ein verdächtiges Geräusch, das gestern definitiv noch nicht da war. Und wenn wider Erwarten wirklich einmal alles funktioniert, stellt man fest, dass der Anhänger neue Reifen braucht, der Kompressor streikt, der 10er Schlüssel beschlossen hat, auszuziehen oder die Werkstatt aussieht, als hätte dort ein Tornado mit einem Werkzeugwagen gekämpft.
Zwischen Rennstrecke und Schrauberhöhle…
gibt es deshalb kaum einen Unterschied – an beiden Orten wird gearbeitet. Mit ölverschmierten Händen, Werkzeug in der Tasche, manchmal auch schweißgebadet und ständig dem Gedanken: „Nur noch diese eine Kleinigkeit…“ Spoiler: Es bleibt nie bei einer!
Und trotzdem würden wir es gegen nichts eintauschen. Denn genau diese unzähligen Stunden in der Werkstatt, das gemeinsame Tüfteln, Fluchen, Lachen und Feiern machen unser gemeinsames Hobby aus. Der Moment, wenn der Motor zum Leben erwacht und das Auto perfekt über die Strecke fährt, entschädigt für jede schlaflose Nacht und jede festgerostete Schraube.
Wenn Eddie – halb Teamchef, halb Steuergerät, zu 100 % Problemlöser – fehlt…
Tja – und dann passiert auch mal sowas: Kaum gönnt sich der Teamchef ein paar Tage Urlaub und tauscht Laptop gegen Liegestuhl, denkt sich die Rennstrecke: „Na, dann testen wir doch mal, wer hier wirklich den Überblick hat.“ Plötzlich passieren Dinge, die Eddie sonst wahrscheinlich schon am Bildschirm gerochen hätte, bevor der Rest des Teams überhaupt gemerkt hätte, dass irgendwas komisch klingt.
Wenn Eddie also beschliesst, den Teamfunk gegen Meeresrauschen einzutauschen, müssen wir umdenken: Jetzt braucht es jemanden, der an der Rennstrecke den Überblick behält. Und genau hier kam Charlotte ins Spiel. Mit riesigem Einsatz hat sie sich eingearbeitet, gefragt, gelernt worauf sie achten muss. Ihr Wissen welches sie sich in so kurzer Zeit angeeignet hat ist immens. Als es enger mit den Daten wurde nahm sie Kontakt mit Eddie auf. Als Schnittstelle zwischen Team und Teamchef hat sie telefoniert, organisiert, weitergegeben, nachgehakt und vermutlich mehr Nachrichten verschickt als manche Menschen in einem ganzen Monat. Sie hat wirklich alles gegeben und sich großartig gekümmert – dafür ein riesiges Dankeschön!
Dumm nur, dass Motoren keine WhatsApp lesen, Telefonate deuten können und das technische Probleme herzlich wenig Interesse an guter Organisation haben. Während Charlotte versucht hat, alle Fäden zusammenzuhalten, hatte der Motor offenbar seinen ganz eigenen Masterplan.
Vielleicht hätte Eddie vor Ort mehr gesehen, das ist aber Spekulation. Dafür gibt es jetzt ein bisschen mehr Arbeit, wie ihr auf den folgenden Fotos unschwer erkennen könnt: